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Basilika Vierzehnheiligen

1. Geschichte der Wallfahrt Vierzehnheiligen 

Der junge Klosterschäfer Hermann Leicht, der am 24. Sep-
tember 1445 seine Schafe heim treiben wollte, sah auf einem
Acker, der zur nahe gelegenen Zisterzienserabtei Langheim
gehörte, ein weinendes Kindlein sitzen. Es verschwand sofort
wieder, als er es aufheben wollte. Wenig später erschien ihm 
an der selben Stelle wiederum dieses Kind, daneben brannten
zwei Kerzen. 

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Nach fast einem Jahr erschien ihm am
28. Juni 1446 wiederum an dieser Stelle
dieses Kind mit einem roten Kreuz auf 
der Brust. Es war umgeben von 14 
kleineren Kindern. Das Kind sagte dem
Schäfer: "Wir sind die 14 Nothelfer und
wollen eine Kapelle haben und gnädiglich
hier rasten. Bist du unser Diener, dann
wollen wir auch deine Diener sein!" Bald

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darauf sahen der Schäfer und eine zufällig vorbeikommende Frau, wie sich an
dieser Stelle  zwei brennende Kerzen herab gesenkt haben. 18 Tage später er-
eignete sich auf die Fürsprache der 14 heiligen Nothelfer eine Wunderheilung 
an einer Frau. Diese trug bei, dass die Abtei nachgab und für die sofort einsetz-
ende Wallfahrt eine Kapelle errichtete. Bereits 1448 wurde der Altar geweiht. 

Die Wallfahrt -durch zahlreiche Ablässe gefördert - blühte rasch auf. Tausende 
kamen aus Thüringen, Sachsen, ganz Franken, Bayern etc. jährlich zur Wallfahrt. 
Selbst höchste Würdenträger beteten in Vierzehnheiligen an heilige Stätte: Kur-
fürsten, die Kaiser Friedrich III. und Ferdinand I., aber auch Albrecht Dürer mit 
seiner Gattin. Während der Bauernkriege 1525 und des 30jährigen Krieges 
gingen die Gebäude in Flammen auf. Jedes Mal wurde immer noch größer 
gebaut und die hl. Stätte mit wehrhaften Kirchenburgen versehen. 

2. Geschichte der Basilika 
  
Im 18. Jh. gab der gelehrte Stephan Mösinger, ein junger und dynamischer Abt, 
den Auftrag, in Vierzehnheiligen eine neue Kirche zu bauen. Die alte Kirche war 
zu klein und auch baufällig geworden, und der Anstieg der Wallfahrermengen war 
gewaltig. Der Traum des Abtes war zunächst eine riesige Abteikirche in Langheim, 
wozu er Balthasar Neumann beauftragte, einen Plan zu entwerfen (1742). Für den 
Bau einer neuen Wallfahrtskirche in Vierzehnheiligen waren deshalb Sparmaß-
nahmen vorgesehen. Der Favorit des Abtes, Landbaumeister Gottfried Heinrich
Krohne aus Weimar, ein Protestant, projektierte im Winter 1738/39 einen Zentral-
bau mit Emporen. Dieser gestaltete sich aber eher als protestantische Hofkirche 
denn als katholische Wallfahrtskirche. Dieser Plan wurde vom Fürstbischof Karl 
Friedrich v. Schönborn in Bamberg abgelehnt; durch die Holzkonstruktion des Ge-
wölbes befürchteten die Kritiker teure Folgekosten. 

Des Fürstbischofs Baumeister Johann Michael Küchel war nun am Zuge: 1742 
lieferte er an den Abt ein neues, höchst dekoratives Zentralbauprojekt mit gröeren
Abmessungen. In die Mitte stellte er einen frei stehenden Gnadenaltar. Der Abt 
lehnte diesen Entwurf mit einer massiv gemauerten Kuppel aus Kostengründen ab. 

Wohl auf Veranlassung des Abtes trat Balthasar Neumann auf den Plan. Sein
Kirchenentwurf war im Prinzip die "abgespeckte"Schwesterkirche der von ihm 
geplanten Langheimer Abteikirche (dreischiffige Säulenbasilika mit Querhaus 
und Zweiturmfassade). Das Besondere daran war, dass die Stätte der Er-
scheinung in der Vierung zu liegen kam; in einem zweiten Plan kamen noch
Emporen hinzu. Der Fürstbischof bestimmte die Ausführung. Doch der Abt 
wollte sparen, weil dieser Plan teure Planierungs -und Substrukionsmaß-
nahmen (für die Unterbauten) erforderte. Die Kirche wollte er deshalb ca. 
zehn Meter in Richtung Berg hinaufrücken. Dazu rief er seinen Privatarchi-

tekten Krohne wieder hinzu. Dieser witterte seine 
Chance, seinen alten Plan doch noch verwirklicht 
zu sehen und änderte zugleich Neumanns Plan 
eigenmächtig in Richtung "protestantische Prediger-
kirche" um. 

Am Georgstag (23. April) 1743 legte Abt Stephan 
Mösinger den Grundstein. Rasch wuchsen unter der 
Leitung des tüchtigen Staffelsteiner Maurermeisters 
Thomas Nißler die Umfassungsmauern der
jetzigen
Trikonchenanlage (3 im Grundriss halbrunde Nischen,
Apsiden: siehe: halbkuppelige Kalotte) etwa 3 m hoch. 
Der gelbe Sandstein wurde an Ort und Stelle gebrochen. 

Im Dezember 1743 sahen Neumann und Küchel an die-
ser Baustelle nach dem Rechten: die Wahrheit kam ans
Licht. Neumann und der Fürstbischof waren entsetzt. 

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Der Abt versprach, dass "alle gemachten lutherischen nebensprüng" beseitigt werden 
und der Kirchenbau nun "nach dem wahren katholischen erfordernuss ganz zu machen"
sei. Der für diese leidige Angelegenheit verantwortliche Abt ließ Krohne wie eine heiße
Kartoffel fallen. Inzwischen trat auch der damals hoch geachtete und hoch betagte 
General Maximilian von Welsch aus Mainz auf den Plan, der dem Abt einen eigen-
willigen Plan vorlegte. Diese Kirche hätte riesige Ausmaße besessen und war von
vornherein in der Durchführung zum Scheitern verurteilt. Inzwischen leckte Neumann 
wieder Blut und arbeitete einen auf der Trikonchenidee Krohnes basierenden neuen 
Plan aus. 

Da ja nun die heilige Stätte der Erscheinungen irgendwo im Längsschiff zu liegen 
kam, musste sie wieder zum Mittelpunkt werden. Außen konnte Neumann ja nichts
verändern, lediglich innen konnte er noch Maßstäbe setzen. Er stellte auf beide 
Seiten der Erscheinungsstelle 4 Säulen so auf, dass sie Teile eines Ovals bildeten. 
So konnten auch damit verbundene Emporengalerien eingefügt werden: ein Genie-
streich! Zwei kleinere Ovale schlossen sich im Osten und Westen an. Die Bau-
leitung behielt Neumann bis zu seinem Tode im Jahre 1753. 

Aus Mainz kam der kurfürstliche Hofmaler Guiseppe Appiani für die Ausmalung der Fresken und Altarbilder. Wessobrunner Stukkateure arbeiteten unter der Leitung von
Johann Michael Feichtmayr und Üblher an der Ausstattung der Kirche (Dekoration, 
Altäre, Kanzel, Gnadenaltar) in der neuen Rokkoko-Manier. Die wohl gelungenste 
Figur der Kirche stellt den hl. Wendelin, den Patron der Schäfer, dar, der im hinteren 
linken Seitenaltar auf der rechten Seite steht. 

Die feierliche Einweihung der prächtigen Barock-Rokkoko-Kirche erfolgte nach 29
jähriger Bauzeit am 16. September 1772 durch Fürstbischof Adam Friedrich Seins-
heim unter dem Abt Malachias Limmer. 

Zur gleichen Zeit wurden nach Plänen von Küchel das daneben liegende Priorat der Zisterzienser, sowie ein Bedienstetenbau (heute Gästehaus des Klosters) mit den-
selben gelben Sandsteinen errichtet. Das ehemalige Priorat dient heute den Franzis-
kanern als Kloster.  

Der Gnadenaltar mit den vierzehn Nothelfern 

Einmalig erhebt sich in der Mitte der Hauptrotunde prachtvoll - über dem Ort der Erscheinungen des Schäfers Hermann Leicht - der Gnadenaltar mit den Darstellungen 
der 14 hl. Nothelfer - elegant im Sinne des Rokkoko. Die Idee des frei stehenden Altars stammte ja von Küchel; die Entwürfe dürften auf den Stukkateur Johann Michael Feichtmayr zurückgehen. Die winzigen, nur 30 cm hohen Modellfigürchen für den Gnadenaltar befinden sich seit 1803 in der Pfarrkirche Strullendorf bei Bamberg. 

Ein kunstvoll geschnitztes Kommuniongitter, auf dem bereits 4 Nothelfer stehen, umgibt das Heilig-
tum in Herzform. Auf der Seite 
zum Hochaltar kann der Kir-
chenbesucher in die Stelle 
der Erscheinungen Einsicht
nehmen: es ist eine kleine
Kammer mit den vier Dar-
stellungen der Erschein-
ungen auf Leinwand. Der 
eigentliche Ort  liegt blank... 
Der durch große eingerollte
Voluten, Rocaillen und Bügel 
aus vielfarbigem Stuckmarmor
bestehende untere Teil trägt
einen kuppeligen Badachin-
himmel, der einen Durchblick 


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zum Hochaltar gewährt,
und von dort zum Kloster
Banz, wenn die Haupt-
portale geöffnet sind und
erinnert an eine prunkvolle
Kalesche, eine hoch her-
rschaftliche Kutsche, die
höfisch die 14 Nothelfer
hereinträgt. 12 Nothelfer
sind in drei Etagen 
zu je vier angebracht; die
beiden heiligen Barbara
und Katharina stehen an
den beiden seitlich ange-
brachten Altären. 



Achatius
 CyriakusKatharina

Ägidius DionysMargareta

Barbara ErasmusPantaleon

Blasius EustachiusVitus

Christophorus Georg

1. Heiliger  Achatius 
Er zählt zu den drei Soldaten- und Ritterheiligen. Seine 
Heimat war Kappadozien. Als Hauptmann und Oberst 
"primicerius" des kaiserlichen Heeres aus Kappadozien 
erlitt er das Martyrium in der diokletianischen Verfolgung 
um 305. An seiner Hinrichtungsstätte baute man ihm eine
Gedenkkirche. 

Kaiser Konstantin ließ später eine weitere Kirche errichten
und dorthin die Gebeine des Märtyrers übertragen. Im Jahre 
360 wurden die sterblichen Reste des ersten christlichen 
Kaisers Konstantin dorthin bestattet. Das Sterben des Not-
helfers Achatius von Konstantinopel birgt eine interessante 
Legende: demnach soll sein Leichnam in einem Sarg ins 
Meer geworfen worden sein, er ging aber nicht unter. Die 



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Wellen trugen den Sarg bis zur Küste Unteritaliens. In Chale in Kalabrien wurde 
dem wundertätigen Heiligen eine Kirche erbaut. Reliquien des Heiligen werden 
verehrt in Hiersau, Lorch und Weingarten. 
Name: griechisch AKAKIOS, der nicht Böse, der Unschuldige 
Gedenktag: 8. Mai 
Heimat: Kappadozien (südliche Türkei) 
Todesjahr: um 305 unter Kaiser Diokletian durch Enthauptung 
Attribut: Soldat mit Kreuz und Dornenkrone
Patronat: Nothelfer in Lebensnoten; Nothelfer bei Streit um Gerechtigkeit;
Patron gegen Verfolgung und Feuer
Gebet:
Heiliger Achatius, auch wenn wir wissen, dass Christus durch seine Auferstehung uns die Tür zum ewigen Leben geöffnet hat, können wir die Angst vor dem Sterben nur schwerlich überwinden. Wecke in uns das Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes und hilf uns, so zu leben, dass wir immer in seiner Gnade bleiben.



2. Heiliger Ägidius 



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In Saint-Gilles nahe Nimes in der Rhonemündung wird 
sein Grab seit dem 8. Jh. hoch verehrt, zugleich auch 
Sammelpunkt für die Jakobuspilger. Die Abteikirche des 
ehemaligen Klosters Saint-Gilles, einst eine prächtige 
Kirche, ist heute auch noch eine Reise wert. Ägidius, 
der einzige Nichtmärtyrer unter den Nothelfern, soll 
sich dort in die Einsamkeit zurückgezogen haben. 

Eine Hirschkuh, die ihm Milch spendete, wurde auf 
der Jagd verwundet, suchte bei Ägidius Schutz und 
konnte dann von ihm gesund gepflegt werden. So 
wurde der Heilige auch der Patron für stillende Mütter! 
Als Mönch und späterer Abt des von ihm gegründeten 
Kloster wurde er vielen Kranken, Notleidenden und Rat-
suchenden Helfer und Bruder. Sein Einfluss reicht bis 
in unsere Heimat. Bedeutende Gotteshäuser tragen seinen Namen: 
Braunschweig, Heiligenstadt, Hildesheim, Lübeck, Nürnberg, Münster, 
Osnabrück u.v.a. Viele Orte tragen seinen Namen: St. Ägid, Ilgen, Igls, 
Gilgen, St. Gilgen. Er ist Patron in Kärnten und Steiermark.
Name: griechisch AIGIGIOS,  der Schildhalter oder AIGEIDES, die Hirschkuh
Gedenktag: 1. September
Heimat: Gallien
Todesjahr: 720 als Abt  (unter den Nothelfern der einzige Nicht-Martyrer)
Attribut: Mönch, Abt mit Stab, Hirschkuh mit Pfeil
Patronat: Vieh- und Hirtenpatron;  hilft seelisch Bedrängten; Zuflucht der Sünder; 
Patron der stillenden Mütter
Gebet:
Heiliger Ägidius, du bist in die Einsamkeit gegangen, um Gott näher zu kommen. Für uns bedeutet Einsamkeit oft große Not. Lehre uns begreifen, dass wir in der Stille und Einsamkeit Gott näher kommen können; gib uns einen offenen Blick für die Einsamkeit unserer Mitmenschen und lass sie durch unser Dasein erfahren, dass sie niemals allein und vergessen sind.



3. Heilige Barbara
An ihrem Gedenktag zu Anfang der Adventszeit versam-
meln sich viele in der Basilika Vierzehnheiligen mit dem
Namen Barbara, Babette, Bärbel, Betti oder Babs(i) und
singen frohgemut: "St. Barbara, du edle Braut...". Auch 
die Bergleute, Tunnelarbeiter, die Feuerwehr, die Artiller-
isten und viele andere haben an diesem Tag ihr großes 
Fest. Sie stammt aus Nikomedien und wurde von ihrem
Vater wegen ihrer außergewöhnlichen Schönheit in einen
Turm gesperrt. 

Als sie ihm gestand, Christin zu sein, schleppte sie ihr Vater vor den gefürchteten Statthalter, der sie wegen
 ihrer Glaubenstreue durch das Schwert hinrichten
ließ. Vorher ernährte sie sich von der Hostie. Deshalb 
wird sie mit dem Schwert, Hostie und Kelch dargestellt. 
- In der Ostkirche zählt die hl. Barbara zu den "Großen
Märtyrern" und zu den Virgines capitales". Zahlreiche
Kirchen mit ihrem Patronat und reiches Brauchtum
bekunden  ihre Bedeutsamkeit.



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Name: griechisch BARBARA, die Fremde, die Ausländerin
Gedenktag: 4. Dezember
Heimat: Nikomedien (westl. Türkei)
Todesjahr: 306 durch Enthauptung
Attribut: Turm, Kelch, Hostie, Schwert
Patronat: Patonin der Bergleute, Bauleute, Architekten, Dachdecker, 
Maurer, Soldaten, Artilleristen; Hoffnung in Finsternis, Trösterin 
der Gefangenen; Beschützerin vor Gewitter und Feuersnot; 
Beschützerin vor einem jähen Tod. 
Gebet:
Heilige Barbara, so lange wir leben, fühlen wir uns gefangen in Sorge und Not, in Leid 
und Sünde. Hilf, dass wir Jesu Leiden, sein Sterben und seine Auferstehung als Bot-
schaft der Befreiung aus unserer irdischen Gefangenschaft begreifen und in der Todes-
stunde eingehen dürfen in sein ewiges Erbarmen. 



4. Heiliger Blasius



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Zuerst Arzt, dann Bischof von Sebaste, floh er vor den Christenverfolgern in eine Höhle. Diese entdeckten ihn; er kam 
ins Gefängnis und wurde dort vielen zum Helfer und Tröster. So
befreite er einen Knaben, der an einer Fischgräte zu ersticken
drohte, vor dem drohenden Erstickungstod. Der Blasiussegen 
an seinem Gedenktag geht auf diese Legende zurück. Blasius
wurde von seinen Schergen arg geschunden: ein eiserner Kamm
zerfleischte ihn (so wurde Blasius zum Patron der Weber und
Wollhändler). Schließlich ist er dann enthauptet worden. 

Sein Kult verbreitete sich vor allem durch die Kreuzfahrer im
Abendland. Seine Reliquien gelangten in das württemberg-
ische Kloster Rheinau, nach Paderborn ins Busdorfstift, 
nach St. Blasien im Schwarzwald, nach Braunschweig und 
in die dalmatische Stadt Dubrovnik, wo er als "Sveti Blasi"
Schirmherr wurde. Schon vor der Jahrtausendwende findet 
sich in der Unterkirche von St. Clemente  in Rom die be-

rühmte Blasiuslegende. Die älteste Darstellung auf dt. Boden finden wir an einem 
Tragaltar im Paderborner Kloster Abdinghof um 1100.
Name: griechisch BASILEUS, König
Gedenktag: 3. Februar
Heimat: Bischof von Sebaste in Armenien
Todesjahr: 316 durch Enthauptung
Attribut: Bischof mit Stab, Mitra und zwei gekreuzten, brennenden Kerzen
Patronat: Helfer in Halsleiden; Patron der Ärzte, Weber, Wollhändler, Wachs-
zieher, Schneider, Gerber, Blasmusiker; Vieh- und Wetterpatron; In 
Italien: Tierpatron. 
Gebet: 
Heiliger Blasius, als heiliger Gottesmann hast du den Menschen deiner Zeit an Leib und Seele geholfen. Hilf auch uns und allen, die wir in unser Gebet einschließen, bei allen Gebrechen. Vor allem aber erbitte uns die Gnade, geduldig in Gottes heiligen Willen ergeben zu sein, wenn wir lange Krankheiten ertragen müssen.



5. Heiliger Christophorus
Schon um 452 wird in Chalkedon ihm zu Ehren 
eine Kirche geweiht. Heute sind es im euro-
päischen Raum ca. 3000 Kultorte, wo er ver-
ehrt wird. Der mittelalterliche Mensch - durch 
einen plötzlichen Tod in seiner Umgebung er-
schreckt - ließ den Heiligen an die Wände von 
Kirchen, Spitälern
und Häusern groß darstellen, 
damit man schon von weitem sein Bild erkennen 
konnte: wer am Morgen ein Christophorus-Bild 
betrachtet, ist beschützt bis zum Abend.
Heute ist St. Christophorus der Patron aller, 
die unterwegs sind. 

Seine Plakette am Fahrzeug soll den Fahrer an 
seine Verantwortung erinnern und ihm Segen 
bringen. Reprobus wollte als Riese nur dem 
Mächtigsten auf Erden dienen. Bald diente er 


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als Träger Christus an einem reissenden Fluss, wo er einmal ein Kind an das andere 
Ufer tragen sollte. Mitten im Fluss wurde es so drückend, dass er fast zusammen brach.
Das Kind sagte: "Du hast nicht nur die ganze Welt getragen, sondern auch denjenigen, 
der die Welt erschaffen hat". Das Christus-Kind soll ihn dann selbst auf den Namen "Christus-Träger" getauft haben. - Ihm, dem Starken und Mutigen, trauen wir uns in 
allen möglichen Gefahren an. Möge der hl. Christophorus einmal alle gut hinüber-
bringen - ans andere Ufer...
Name: griechisch CHRISTO-PHORUS, Christus-Träger
Gedenktag: 24. Juli
Heimat: Lykien (südliche Türkei)
Todesjahr: um 250 unter Kaiser Decius durch Enthauptung
Attribut: Jesuskind auf der Schulter, Stab oder Baumstamm in der Hand
Patronat: Patronat für ein christliches Tagwerk, Nothelfer in vielen Gefahren, 
Retter aus Wassernot; Schutzpatron der Schiffer, Flößer, aller 
Reisenden und Kraftfahrer; Helfer gegen einen unvorhergesehenen Tod. 
Gebet:
Heiliger Christophorus, du hast das Christuskind sicher durch die gefährlichen Fluten getragen. Geleite auch uns alle durch die Gefahren des Straßenverkehrs und gib, dass wir durch unser Verhalten im Verkehr niemanden gefährden oder verletzen. Schütze unsere Heimat vor Wasser - und Feuersnot!



6. Heiliger Cyriakus



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Er gehört zu den Christen, die in den Lehmgruben und Thermen des Kaisers Diokletian Zwangsarbeit verrichten mussten. Als Erzdiakon von Rom leistete er karitativ unendlich Gutes für die Armen, half auch bestens unter den Mitgefangenen. Nach der Legende befreite er die Tochter des Kaisers Diokletian von dämonischen Krankheiten, symbolisch dargestellt durch einen Drachen. 

Cyriakus wurde am Ende der Qualen mit dem Schwert hin-
gerichtet. Seine Grabstätte befand sich ursprünglich an der 
Via Ostia in Rom. Reliquien kamen seit dem 10. Jh. an die
verschiedenen Kirchen Europas. Die Schatzkammer des
Bamberger Doms birgt eine Armreliquie. Große Verehrung 
genießt er im mittel- und oberrheinischen Raum. In der Pfalz 
ist er Winzerpatron. In der Würzburger Diözese tragen viele
Kirchen seinen Namen: nach dem Sieg der Würzburger
Bürgerschaft und des Domkapitels über den Grafen von 

Henneberg ("Schlacht am Mühlberg") am Cyriakus-Tag 1266 wurde er als Retter 
gepriesen. Der Cyriakusberg als hervorragende Weinlage erinnert heute noch an 
diesen Tag.
Name: griechisch KYRIAKOS, dem Herrn Geweihte, gehörig; latein.: dominicus
Gedenktag: 8. August
Heimat: Rom
Todesjahr: um 305 durch Enthauptung
Attribut: Diakon mit gefesseltem Dämon (Drachen, Lindwurm)
Patronat: Helfer in heftigen Versuchungen, gegen böse Geister, Patron der Unterdrückten und Geknechteten, für die Sterbestunde; Tröster bei schweren Zwangsarbeiten, Winzerpatron.
Gebet: 
Heiliger Cyriakus, öffne unsere Augen für die leiblichen und die geistigen Nöte unserer Mitmenschen. Gib uns die Bereitschaft, auch die Kleinen mit ihren großen Sorgen anzuhören und ihnen in ihrer Not beizustehen. Hilf, dass unser Herz nicht in Egoismus und Hoffnungslosigkeit erstarrt.



7. Heiliger Dionys 
Als erster Bischof von Paris wurde der hl. Dionys 
(französisch: St-Denis) um 250 auf einem Hügel 
mit seinen beiden Gefährten Rusticus und Eleu-
therius enthauptet ("Eher gebe ich meinen Kopf 
her, bevor ich meinem Glauben untreu werde". 

Seitdem heißt der Hügel "Berg der Märtyrer" = 
Montmartre. Nach der Legende soll er mit seinem 
Haupt in Händen bis zu seinem heutigen Grab St-
Denis gegangen sein; so ist er auch meist darge-
stellt (nicht zu verwechseln mit dem hl. Nicasius 
von Reims!). Sofort setzte eine große Wallfahrt zu 
seinem Grab ein; die heutige Kirche ist die erste 
gotische Kirche der Welt und war für einen Zeitraum 
von über 1.000 Jahren die Grabstätte der königlichen


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Familien, die in oft kunstvollen Grabmälern beigesetzt sind. St-Denis wurde seit den 
letzten Jahren auch Bischofskirche. Mit ihr war das berühmte Kloster Corvey verbunden. 
- Der heilige Dionys genass vor allem als fränkischer Heilbringer in Westfalen großes
Ansehen.
Name: griechisch DIONYS, der dem Gott Dionys Geweihte
Gedenktag: 9. Oktober
Heimat: Gallien?
Todesjahr: um 250 durch Enthauptung als Bischof von Paris
Attribut: Bischof mit Kopf in Händen (wie St-Nicais in der Kathedrale von Reims)
Patronat: Helfer in Kopfleiden, in Gewissensängsten, Glaubensnöten und leidvollen Kämpfen, bei denen man "den Kopf hinhalten muß"; Patron von ganz Frankreich und der Stadt Paris, ehemals Schutzheiliger der Karolinger.
Gebet:
Heiliger Dionysius, auch wir sind oft in Gefahr, in den Strapazen des Alltags den Kopf 
zu verlieren. Steh uns bei, dass wir uns nicht unterkriegen lassen von unserer Unzuläng-
lichkeit und zeige uns den geraden Weg zu ehrlicher Umkehr, damit wir die Liebe und 
die Barmherzigkeit Gottes erfahren dürfen



8. Heiliger Erasmus



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Die Legende berichtet vom grausamen Martyrium des Bischofs 
von Antiochien in Kleinasien. Bei der Überfahrt mit einem Schiff 
nach Süditalien besänftigte er durch sein Gebet das Meer; so 
wurde er der Patron der Schiffer in Italien, Spanien und Portugal.
Segensreich wirkte der Bischof als Missionar in der Hafenstadt
Formio, das zwischen Rom und Neapel liegt. Dort starb er unter 
dem grausamen Kaiser Diokletian den Martertod. In Italien wird 
er auch liebevoll San Elmo genannt. Bei Gewittern beobachtet 
man auf Schiffsmasten eine elektrische Entladungserscheinung, 
was unter dem Namen "Elmsfeuer" bekannt wurde. 

Seine Gebeine wurden später nach Gaeta im Golf von Neapel
gebracht; darüber bauten die Bewohner den Dom San Eramo.
Matthias Grünewald schuf ein berühmtes Bild mit dem hl. Not-
helfer in der Gestalt des Stifters, des Erzbischofs von Mainz 
und Magdeburg, Albrecht von Brandenburg, zusammen mit 

dem  hl. Mauritius. Es ziert heute die Alte Pinakothek in München. Lukas Cranach 
malte den hl. Erasmus (mit der Veste Coburg im Hintergrund), wie seine Gedärme 
im Martyrium heraus gedreht werden. Dasselbe Motiv zeigt auch in der Peterskirche 
zu Rom ein Mosaik über seinem Altar.
Name: griechisch ERASIMOS, liebenswert, begehrenswert 
Gedenktag: 2. Juni
Heimat: Asien
Todesjahr: um 300 gemartert unter Kaiser Diokletian
Attribut: Bischofsstab mit Ankerwinde
Patronat: Helfer bei Bauchweh und Unterleibskrankheiten; Patron der Seeleute, 
der Schiffsreisenden, der Drechsler und Schuhmacher.
Gebet: 
Heiliger Erasmus, unser Leben ist wie ein unruhiges Meer. Wir sind bedroht von den Stürmen des Unglaubens, von den Wellen des Egoismus, von den Strudeln der Angst, von der Finsternis der Hoffnungslosigkeit. Geleite du das Schiff unseres Lebens sicher zum Ufer des ewigen Lebens.



9. Heiliger Eustachius
Zeitlich ist der hl. Eustachius als erster der 14 Nothelfer um das Jahr 100 einzuordnen. Im heidnischen Glauben erzogen diente Placidus als Oberst und Befehlshaber einer römischen Legion in Kleinasien. Nach seinem Sieg über die Perser soll ihm auf der Jagd ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz zwischen dem Geweih erschienen sein. Christus sprach zu ihm, er bekehrte sich mit der ganzen Familie und erhielt bei der Taufe den Namen Eustachius. Als Christ verlor er Hab und Gut, seine Familie wurde auseinander gerissen. In großer Kriegsnot erinnerte man sich des siegreichen Soldaten. 

Nach Rom zurückgebracht erhielt Eustachius wieder den
Oberbefehl, die Familie fand auf wundersame Weise wieder
zusammen. Bei der Siegesfeier zu Ehren der Götter ver-
weigerte der überzeugte Christ die Götzenopfer. Unter 
Kaiser Trajan wurde er mit seiner Frau Theopista und 
seinen beiden Söhnen Agapitus und Theopistus durch



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heidnische Fanatiker verbrannt. - Später ging die Legende mit dem Hirsch auf den hl.
Hubert von Lüttich über (Gedenktag am 3. November). Kostbare Reliquien bergen die
beiden Kirchen Eustachio in Rom und St-Eustache in Paris. Die berühmten Glasfenster 
von Chartre, ein Glasfenster im Erfurter Dom und der kostbare Paumgartneraltar von
Albrecht Dürer zeigen den hl. Eustachius. 
Name: griechisch EUSTACHIOS, der Fruchtbare
Gedenktag: 20. September
Heimat: Orient
Todesjahr: um 118 unter Kaiser Hadrian
Attribut: Hirsch mit Kreuz im Geweih
Patronat: Patron der Jäger und Forstleute, der Schützenvereine; Nothelfer 
gegen Zerstörung der Natur; Helfer in Glaubenszweifeln und in 
schweren familiären Schicksalsschlägen.
Gebet:
Einst bist du, hl. Eustachius, Gottes Huld begegnet, der den schönen Hirsch erschuf, 
und die Schöpfung segnet. Hilf uns, die Natur zu verstehen und in ihr die Spuren des
Schöpfers sehen. 



10. Heiliger Georg



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Der Erzmärtyrer, wie er in der Ostkirche genannt wird, zeigt 
sich auf dem europäischen Kontinent in vielen Namensvari-
ationen: Görg, Jörg, Jürgen, George, Schorsch, Igor, Juri. 
Sein Grab in Lod, dem biblischen Lydda, ist bezeugt. Dem 
Offizier wurden glänzende Versprechungen für seine mili-
tärische Laufbahn gemacht, wenn er Abstand nähme vom
Christentum. Doch auch grausame Folterungen ließen ihn 
treu zu Christus stehen. Von Ägypten, Äthiopien und Syrien
verbreitete sich sehr bald seine Verehrung über den ganzen
Vorderen Orient. 

Viele Fresken in Höhlen und Kapellen zeigen Szenen seines
Martyriums. Georgskirchen sind im Abendland bereits im 6. Jh.
nachweisbar. Georgsreliquien förderten seine Verehrung. Kaiser
Heinrich II. weihte den Ostchor seines Bamberger Domes dem 
hl. Georg. Nach dem Erzengel Michael nimmt Georg als 
Drachenkämpfer den ersten Platz ein. Das Bild des Heiligen 
als Krieger und Ritter zu Pferd wird vor allem von den Kreuz-
fahrern verbreitet. Große Künstler beschäftigten  sich mit ihm: 

Raffael, Holbein, Dürer, Lucas Cranach, Grünewald, Rubens u.v.a. Berühmt ist die
Reiterfigur in der Asamkirche in Weltenburg. Wie ein kostbarer Schatz werden die
Georgsikonen von Byzanz bis Russland behütet. Georgien und Georgia, das amer-
ikanische Bundesland, tragen seinen Namen. In den Ländern England, Schweden 
und Litauen ist der hl. Nothelfer Patron; unzählige Kirchen und Kapellen tragen 
seinen Namen.
Name: griechisch GEORGOS, der Bauer
Gedenktag: 23. April
Heimat: Kappadozien (südliche Türkei)
Todesjahr: um 305 unter Kaiser Diokletian
Attribut: Ritter mit Schwert und Schild, auf weißer Fahne ein rotes Kreuz, den Drachen zu Füßen. 
Patronat: Patron der Ritter, der Bauern, der Sattler und Schmiede, der Pfadfinder und Pferde; Vorbild christlicher Tapferkeit. 
Gebet: 
Heiliger Georg, du hast in deinem Leben erfahren, dass Dienen hart sein kann. Gib uns die Tapferkeit, die wir brauchen, um unsere Kraft und unser Können in den Dienst des Nächsten zu stellen. Gib denen, die über uns herrschen, Ehrlichkeit, Demut und mitmenschliches Verstehen für unsere Sorgen.



11. Heilige Katharina
Als hoch gebildete und außergewöhnlich schöne Königs-
tochter verweigerte sie in Alexandrien/Ägypten tapfer das 
vom Kaiser verlangte Götzenopfer. Spielend obsiegte sie 
nicht nur über das vom Kaiser verlangte Rededuell mit 50
heidnischen Philosophen, sondern bekehrte sie auch noch 
alle zum Christentum. Der Kaiser übergab jene dem
Scheiterhaufen, Katharina wurde in den Kerker geworfen,
gefoltert und auf ein Rad gebunden. Dieses zersprang und 
so wurde sie mit dem Schwert hingerichtet. Der Legende 
nach trugen Engel ihren Leib auf den Berg Sinai, wo der
spätere Kaiser Justinian ein Kloster errichten ließ. 

Das Katharinen-Heiligtum ist das bedeutendste steinerne
Denkmal ihrer Verehrung. Schon früh setzte im Orient und
dann auch im Abendland ihr Kult ein. Zentrum waren die
Benediktinerklöster Monte Cassino und St. Gallen. Um 
1000 gelangten wertvolle Reliquien nach Rouen in Frank-
reich. Ihre Verehrung verbreiteten vor allem die Kreuzritter. 
Im 13. und 14. Jh. erwählten viele Zünfte die hl. Katharina 
zu ihrer Patronin.
Im 15. Jh. zählte man sie mit den beiden
heiligen Barbara und Margareta zu den Nothelferinnen, den 


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"drei heiligen Madln". Diese und die hl. Dorothea werden die "Virgines capitales" 
genannt. Universitäten wie Paris, Heidelberg, Wittenberg und Tübingen führen ihr 
Bildnis im amtlichen Siegel. - Viele, die sich "gerädert" fühlen, sehen in ihr eine 
mächtige Fürsprecherin.
Name: griechisch AIKATHARINE, die allzeit Reine
Gedenktag: 25. November
Heimat: Alexandrien in Ägypten
Todesjahr: 10 durch Enthauptung 
Attribut: Krone, Buch, Schwert, (zerbrochenes) Rad
Patronat: Patronin des Lehrstandes, der Philosophen, Theologen, Rechtsgelehrten, Notare, Wissenschaftler, Politiker, der Buchdrucker, Friseure, Fuhrleute, Müller, Seiler, Töpfer, Wagner, Schuhmacher, Spinnerinnen, der Spitäler 
und Hospitäler; Nothelferin in vielen Ängsten.
Gebet:
Heilige Katharina, lehre uns begreifen, dass die demütige Hingabe an den Willen Gottes wichtiger sein kann als alles Forschen und Wissen in dieser Welt. Hilf uns, inmitten der vielfältigen Gefahren unserer Zeit stets das Wahre zu erkennen und Gott durch ein überzeugtes Leben aus dem Glauben in Treue zu dienen. 



12. Heilige Margareta



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Nach einer alten Legende wurde sie von ihrem Vater, 
einem heidnischen Priester, verstoßen. Weil sie die 
Schweine hüten musste, wurde sie die Patronin der 
Landleute. Wegen ihrer Schönheit begehrte sie der 
Stadtpräfekt von Antiochien und wollte sie zum Abfall 
ihres Glaubens zwingen. Im Gefängnis erschien ihr ein 
Drache, das Zeichen für das Böse. Das Kreuz in ihrer 
Hand und der Drache zur Seite besagen, dass Margareta 
in der Kraft des Kreuzes das Böse besiegt hat. 

Abwandlungen ihres Namens sind: Margret, Margot, Marga, 
Gitta, Gretl; im ganzen christlichen Osten wird sie "Marina" 
gerufen. - Die Margaretentradition ist in unserem Volk tief 
verwurzelt: Gretchen in Goethes Faust, die Gretel im 
Märchen. Die Margueritenblume erinnert an die Heilige aus 
dem Osten. Der Margaretentag hatte im bäuerlichen Jahr eine

besondere Bedeutung: Beginn der Ernte, Erledigung der Pacht- und Getreide-
zinsen. Zahllose Gotteshäuser in aller Welt tragen ihren Namen. Eine englische 
Königin mit Namen Margarete wird als Heilige verehrt und gilt als Schutzheilige
Schottlands. Eine Königin Margarete einigte 1397 als erste die drei skandinav-
ischen Länder Norwegen, Dänemark und Schweden zum ersten Male. 
Name: griechisch MARGARITE , die Perle
Gedenktag: 20. Juli
Heimat: Pisidien (südliche Türkei)
Todesjahr: um 307 durch Enthauptung
Attribut: Krone, Kreuz, Drachen am Band
Patronat: Patronin des Nährstandes und der Landleute; Helferin in Geburtsnöten, Fürsprecherin der Armen. 
Gebet: 
Heilige Margareta, unsere Zeit ist voll von irdischen Verlockungen. Viele haben die Orientierung und den Glauben verloren. Erbitte uns Hoffnung und Mut, dass wir unseren Kindern den Weg in eine sinnvolle Zukunft zeigen. Den jungen Frauen aber stehe in ihrer schweren Stunde bei.



13. Heiliger Pantaleon
Als geschätzter Leibarzt des Kaisers Maximian half 
der hl. Nothelfer neben den körperlichen und seelischen 
Nöten vielen Armen mit seinem Vermögen. Im Orient 
zählt er zu den "Hagioi anargyrioi", den unentgeltlich
Helfenden. Diese Gruppe war im Orient quasi das Ge-
genstück zu unseren Nothelfern. Neidische Arztkollegen
verrieten beim Kaiser, dass er Christ sei. 

"Lieber sollen meine Hände verdorren, als dass ich sie 
zum Schwur der heidnischen Götter erhebe", soll der
überzeugte Christ Pantaleon gesagt haben. An einem
Olivenbaum angebunden nagelten ihm seine Peiniger 
beide Hände auf den Kopf. Sterbend betete er noch für 
sie. Darauf geht sein Name "Panteleimon" zurück. In 
mehreren Kirchen werden Glasampullen mit dem Blut



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des heiligen Martyrers aufbewahrt. Im Konvent der Augustinerinnen in Madrid geschieht 
an jedem 27. Juli das so genannte Pantaleonwunder: das Blut in der Ampulle verflüssigt
sich und wallt auf (vgl. auch: hl. Januarius). - Der Erzbischof Gero von Köln brachte 871 
von Konstantinopel eine Reliquie des Heiligen mit. Die dortige romanische Kirche St.
Pantaleon, die seit 1208 auch den Schädel des Heiligen als Reliquie bei sich birgt, ist 
eine kunstgeschichtliche Sehenswürdigkeit. In Österreich heißen zwei Orte St. Panta-
leon. In Oberrotweil am Kaiserstuhl ist die Pferdeprozession ihm zu Ehren alte Tradition.
Name: griechisch PANTELEIMON, ganz mitleidig, der Allerbarmer
Gedenktag: 27. Juli
Heimat: Nikomedien (Türkei)
Todesjahr: 305 als Leibarzt Kaiser Maximians gemartert
Attribut: Hände auf den Kopf genagelt
Patronat: Patron der Ärzte, Hebammen und der Kranken, Helfer gegen Kopfweh
Gebet:
Heiliger Pantaleon, du weißt, wie schwer es ist, krank zu sein ohne Hoffnung auf Heilung und oft ist es noch schwerer, Menschen leiden zu sehen; Menschen, die wir lieben und denen wir nicht helfen können. Erbitte den Ärzten, denen wir Vertrauen schenken, Weisheit und Geduld zur rechten Behandlung.



14. Heiliger Vitus


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In der Kurzform Vitus steckt der Name Vitalis, der Lebens-
kräftige. Eine andere Form sind Veit oder Vit. Das älteste 
Zeugnis des jugendlichen Märtyrers aus Sizilien findet sich 
im Martyrologium Hieronymianum um 450. Seine Eltern 
waren Heiden. Er selbst wurde im Hause christlicher Ehe-
leute getauft und erzogen. Sein Vater war erbost, als er von 
der Taufe seines Sohnes hörte. Die Legende lässt wissen, 
dass der Kaiser Diokletian den Jungen in den Kerker sper-
ren ließ, obwohl jener dessen Sohn von der Besessenheit 
geheilt hatte. 

In einem Kessel mit siedendem Pech beendete der 12jährige 
sein mutiges Christ sein. So wurde der Kessel zum Kenn-
zeichen des Heiligen. Später kommen Hahn und Adler, 
Symbole für Wachsamkeit, sowie das Buch als Zeichen 
der Glaubensstärke, hinzu. Seine Gebeine gelangen nach 
St-Denis in Paris, 836 von dort in die Weserabtei Corvey, 
die zum Mittelpunkt der Vitus-Verehrung wurde. Sachsen 
und Pommern verehren ihn als Patron. 1335 brachte Kaiser 

Karl IV. sein Haupt als kostbare Reliquie nach Prag. Der gewaltige Veitsdom trägt
seinen Namen. So ist Vitus auch Nationalheiliger von Böhmen. Neben den bedeut-
enden Vituskirchen in Braunschweig, Hildesheim und Nürnberg sind ihm in Deut-
schland über 1.000 Kirchen geweiht.
Name: lateinisch VITUS, lebensvoll oder "mein lieber Kleiner"
Gedenktag: 15 Juni
Heimat: Sizilien
Todesjahr: um 304 gemartert unter Kaiser Diokletian
Attribut: Ölkessel, Hahn, Adler, Buch
Patronat: Helfer in Anfällen und Notfällen wie Epilepsie (Veitstanz), 
Tollwut, Schlangenbiss, bei Blitz und Ungewitter, zur Zeit von Aussaat und Ernte; Patron der Lahmen und Blinden, der Schmiede, Küfer, Gastwirte, Bierbrauer, Schauspieler, Apotheker, der Jugend und der Haustiere (Geflügel); Schutzpatron gegen Krankheiten bei Mensch und Vieh; Schutzherr zahlreicher Zünfte und Bruderschaften.
Gebet:
Heiliger Vitus, durch Jahrhunderte hast du vielen, die ihre Sorgen dir anvertrauten, geholfen. Schütze unsere Heimat, unsere Familien, die Jugend. Zeige unseren Kindern den rechten Weg in die Zukunft; gib uns die Kraft, ihnen den lebendigen Glauben weiter zu geben, ihnen an der Seite zu gehen und sie zu verstehen.

 

 

 

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