Die Veste Coburg    
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Die "Fränkische Krone" - die Veste Coburg und ihre Kunstsammlungen

Weithin sichtbar erhebt sich auf einem 464 m hohen Dolomitfelsen die Veste Coburg, die im Laufe der Jahrhunderte zu einer der größten Burg- und Befestigungsanlagen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ausgebaut worden ist. Bei klarem Wetter hat der Besucher einen großartigen Fernblick in alle Himmelsrichtungen: nach Norden auf die Langen Berge und die Ausläufer des Thüringer Waldes, nach Osten auf die Gipfel des Frankenwaldes und des Fichtelgebirges und nach Westen über den Straufhain und die Gleichberge bis hin zur Hohen Rhön. Im Südwesten liegen die Haßberge, im Süden und Südosten die Höhenzüge des Steigerwaldes und des Fränkischen Jura.

"Fränkische Krone" heißt die Veste Coburg aber nicht nur wegen ihrer beherrschenden Lage. Denn dieses mächtige Bauwerk mit seinen Türmen, Mauern und Bastionen war über Jahrhunderte die Residenz von Herrschern und hat Persönlichkeiten von zeitgeschichtlichem Rang in ihren Mauern als Gast gesehen, allen voran Martin Luther, der hier 1530 fast ein halbes Jahr lang Zuflucht fand. Nicht zuletzt ist die Veste Coburg eine bedeutende Stätte der Kunst:

 
   

Kunstsammlungen der Veste Coburg
Hervorgegangen aus den privaten Sammlungen der Coburger Herzöge sind die Kunstsammlungen der Veste Coburg heute in drei untereinander verbundenen historischen Bauten der Veste Coburg auf insgesamt 4.000 m² Ausstellungsfläche untergebracht.
Führungen nach Voranmeldung unter Tel. 09561/879-48 (Anrufbeantworter) oder Fax 09561/879-66.

In der Steinernen Kemenate befinden sich neben dem Lutherzimmer, dem Jagdintarsienzimmer und der Großen Hofstube Kunst und Kunsthandwerk des Mittelalters und der frühen Neuzeit sowie eine Gemäldesammlung altdeutscher Meister der Dürerzeit, darunter 26 Gemälde von Lucas Cranach d.Ä.

Zu den bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Europa gehört die Glassammlung im Carl-Eduard-Bau: Venezianische Gläser (15.-18. Jh.), bunt bemalte Emailgläser (16.-18.Jh.), geschnittene Pokale (17. u. 18.Jh.), Biedermeiergläser, Glas des Historismus sowie Ziergläser des Jugendstils.
(Zeitgenössisches Glas aus der ganzen Welt ist in der Orangerie von Schloss Rosenau zu besichtigen.) Auch kunsthandwerkliche Sammlungen von Keramik und Zinn, Porzellan und Fayence sind im Carl-Eduard-Bau zu besichtigen. Das Coburger Kupferstichkabinett gehört mit rund 350.000 Blatt Druckgrafiken und 5.000 Zeichnungen zu den bedeutendsten Graphiksammlungen der Welt (Termine nach telefonischer Vereinbarung).

Im Herzoginbau befinden sich eine Historische Waffensammlung sowie Prunkwagen (darunter die älteste funktionsfähige Kutsche Europas) und 13 Turnierschlitten des 16.-18. Jhs..
Regelmäßige Sonderausstellungen bereichern den Veste-Besuch.